Deutschland und Polen, einst verfeindete Nationen, sind heute verbündete Staaten innerhalb der NATO, und dieses Bündnis nimmt viele Formen an.
Die Bundeswehr hat heute ein Video veröffentlicht, das den Bau von Panzersperren an der polnischen Ostgrenze zeigt. Der genaue Ort wird aus Sicherheitsgründen nicht genannt. Das Video zeigt Pioniere der polnischen und deutschen Armee bei der gemeinsamen Arbeit:
Dieses Video der Bundeswehr enthält eine Karte mit orientalischen Fronten, die in roter Farbe markiert sind. Wir sind an der Front mit Weißrussland, einem Land, das von einem diktierten Titel in Moskau regiert wurde, und am nordöstlichsten an der russischen Enklave Kaliningrad, die ein Teil davon war Antigua Prusia Oriental, ein von den Sowjets nach der Segunda Guerra Mundial anexioniertes Territorium. Unter den Grenzbotschaften befinden sich der Korredor von Suwalki, die Grenze zwischen Polonien und Litauen, ein Ort von großer strategischer Bedeutung für die OTAN, deren Besetzung durch Russland und Weißrussland den Ländern des Baltikums (Litauen, Lettland und Estland) Schwierigkeiten bereiten könnte, was ihre Verteidigung erschwert.
Die Bundeswehr hat die Art der errichteten Barrieren spezifiziert: Panzergräben, zusätzliche Panzersperren und Grenzbefestigungen. Sie hat außerdem erklärt, dass diese Maßnahmen im Krisenfall dazu dienen, einen möglichen Angriff zu verzögern und den polnischen und NATO-verbündeten Streitkräften zusätzliche Zeit zur Reaktion und Verteidigung zu verschaffen. Sie sollen im Falle einer russischen Militäraggression keine unüberwindbare Linie darstellen.
Vor vier Wochen veröffentlichte der Generalstab der polnischen Armee dieses Video über die Befestigungsarbeiten. Zu Beginn sieht man einen deutschen Offizier, der auf Polnisch erklärt (eine nette Geste), dass diese Arbeiten Teil einer gemeinsamen Anstrengung zur Verstärkung der NATO-Ostflanke sind. Das Video endet mit einer Szene, in der sich ein deutscher und ein polnischer Soldat die Hände schütteln – das eindrucksvolle Bild, das diesem Artikel vorangestellt ist.
In einem weiteren Video vom 31. Juli gab der Generalstab der polnischen Armee an, dass bereits 16 Lager für Panzerabwehrhindernisse eingerichtet wurden (im Video sind Tausende von Beton-Tetrapoden oder -Igeln zu sehen, ähnlich denen auf dem folgenden Bild) und dass das polnische Pionierkorps in Kürze mit dem Bau von sieben weiteren beginnen wird. An diesen Standorten werden täglich 1.000 Tetrapoden eingelagert.
Bis Mitte Oktober rechnet Polen mit der Aufstellung von 300.000 dieser Betonbarrieren. Dafür sind über 10.000 Transporte zwischen den Lagerorten und den Grenzen zu Russland und Belarus nötig. Es handelt sich um ein logistisch immenses Unterfangen.
Derzeit erstrecken sich diese Hindernisse bereits über rund 100 Kilometer der polnischen Ostgrenze, und Prognosen zufolge werden bis Ende des Jahres mehr als 200 Kilometer befestigt sein. Auch Litauen, Lettland und Estland errichten Panzersperren an ihren Grenzen zu Russland und Belarus. Wir haben die lettischen Sperren hier vor zwei Jahren gesehen.
Natürlich lässt sich eine Invasion nicht allein mit physischen Barrieren verhindern. Die NATO unterhält eine multinationale Militärmacht in den baltischen Staaten und Polen, um im Falle einer Invasion abzuschrecken und diese zu stoppen. Darüber hinaus hat Deutschland eine Panzerbrigade, die Panzerbrigade 45 „Litauen“ (PzBrig 45), dauerhaft in Litauen stationiert. Dies ist die erste permanente Panzereinheit, die Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in einem anderen Land stationiert hat.
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Bilder: Sztab Generalny Wojska Polskiego / Bundeswehr.
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