Die deutsche Luftwaffe hat heute ihre Flotte von Airbus A400M Atlas-Transportflugzeugen endgültig vervollständigt..
Deutschland ist einer der Partner von Airbus und somit auch eines der Länder, die an der Entwicklung des militärischen Transportflugzeugs A400M Atlas beteiligt sind, das von dem europäischen Unternehmen hergestellt wird. Das mitteleuropäische Land war der größte Abnehmer dieses viermotorigen Flugzeugs mit einer Erstbestellung von 60 Maschinen. Diese Bestellung wurde jedoch durch die vom Hersteller angekündigten mehrjährigen Verzögerungen beeinträchtigt, woraufhin Deutschland seine Bestellung auf 53 Maschinen reduzierte. Mit dieser Zahl dürfte die Luftwaffe zum weltweit größten Betreiber dieses Flugzeugtyps werden.
Airbus Defence gab heute die Auslieferung der 53. A400M an die Luftwaffe bekannt. Die Übergabe fand heute Vormittag statt. Das ausgelieferte Flugzeug trägt die Seriennummer 54+63. Oben ist dieses Flugzeug abgebildet. Rechts ist einer der Hangars im Airbus-Werk in Sevilla, Spanien, zu sehen, wo diese Flugzeuge montiert werden.
Das heute Morgen ausgelieferte Flugzeug trägt das Emblem des Lufttransportgeschwaders 62 (LTG 62) der Luftwaffe, das in Wunstorf in Niedersachsen stationiert ist. Drei der vier A400M-Staffeln der Luftwaffe operieren von diesem Stützpunkt aus: die 1. Fliegende Staffel (MFG 1), zuständig für logistischen Transport, Evakuierung und Luftbetankung; die 2. Fliegende Staffel (MFG 2), zuständig für taktische Transport- und Evakuierungsmissionen; und die 3. Fliegende Staffel (MFG 3), zuständig für Spezialeinsätze. Eine vierte Staffel, die 4. Fliegende Staffel (MFG 3), ist in Bremen stationiert und dient der Pilotenausbildung.
Die erste deutsche A400M wurde am 18. Dezember 2014 ausgeliefert. Deutschland beschaffte die A400M als Ersatz für seine alternden zweimotorigen Transportflugzeuge vom Typ Transall C-160, von denen 110 Stück im Einsatz waren und die am 15. Dezember 2021 endgültig außer Dienst gestellt wurden. Aufgrund von Lieferverzögerungen der A400M musste Deutschland sechs Super Hercules-Flugzeuge von Lockheed Martin erwerben: drei C-130J-Transportflugzeuge und drei KC-130J-Tankflugzeuge, die von der deutsch-französischen Luftwaffe in Évreux (Normandie) betrieben werden. Diese Einheit verfügt außerdem über vier französische C-130J und zwei französische KC-130J.
Deutschland hat versucht, 13 dieser Flugzeuge an andere Länder zu verkaufen oder zu verleasen. Es gab Pläne, einige Maschinen an die Tschechische Republik zu verleasen und 10 Flugzeuge an Ungarn zu verkaufen, aber beide Pläne wurden abgebrochen.
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Fotos: Airbus Defence.
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