Unbemannte kollaborative Kampfflugzeuge (UCCAs) streben danach, ein wichtiger Bestandteil der Luftkriegsführung der Zukunft zu werden.
Am Montag veröffentlichte Airbus Defence ein Video, das die Kratos XQ-58 Valkyrie UCCA vorstellt, und erklärte dazu: „Airbus rüstet derzeit zwei unbemannte, kollaborative Kampfflugzeuge (UCCA), die vom US-Partner Kratos Defense & Security Solutions, Inc. erworben wurden, mit Airbus‘ eigenem europäischen Missionssystem, dem Multiplatform Autonomous Reconfigurable and Secure (MARS)-System, aus.“
Airbus Defence merkt an, dass „MARS auch über eine KI-gestützte Software namens MindShare verfügt, die nicht nur den fehlenden Piloten ersetzt, sondern auch in der Lage ist, ganze Missionsgruppen zu koordinieren, indem sie auf viele bemannte und unbemannte Plattformen verteilt wird.“ Airbus Defence hat angekündigt, dass die UCCA Valkyrie voraussichtlich 2029 einsatzbereit sein wird, obwohl ihr Erstflug mit einem souveränen europäischen Missionssystem für später in diesem Jahr geplant ist.
„Ob vollautonom oder von einem Eurofighter gesteuert, die Valkyrie wird in der Lage sein, heikle Missionsaufgaben zu übernehmen, die für den Piloten ein zu großes Risiko darstellen würden“, erklärte Airbus Defence. „Das UCCA kann kinetische und nicht-kinetische Missionen in verschiedenen Rollen durchführen. Für den deutschen Kunden konzentrieren sich Airbus und Kratos zunächst auf eine spezifische Rolle: die termingerechte und zielgerichtete Bereitstellung glaubwürdiger Kampfluftstreitkräfte.“
Die Kratos XQ-58 Valkyrie absolvierte ihren Jungfernflug am 6. März 2019 auf dem Yuma Proving Ground in Arizona. Sie wurde für das Programm „Low Cost Attritable Strike Demonstrator“ (LCASD) der US-Luftwaffe (USAF) entwickelt. Es handelt sich um eine Tarnkappendrohne mit geringer Radarsignatur. Die US-Marine und das US-Marinekorps beschafften jeweils zwei XQ-58 zur Evaluierung. Diese Drohne kann Angriffs-, Aufklärungs- und sogar Luftverteidigungsmissionen durchführen und mit AIM-120 AMRAAM-Luft-Luft-Raketen ausgerüstet werden.
Die Valkyrie ist kleiner als ein bemanntes Kampfflugzeug. Sie ist 9,1 Meter lang, hat eine Spannweite von 8,2 Metern und zwei Leitwerke. Ausgestattet mit einem Williams FJ33-Turbofan-Triebwerk mit 8,9 kN Schub kann sie von unbefestigten Startplätzen und sogar von Schiffen mithilfe kleiner Raketen starten. Ihre Reichweite beträgt über 5.000 Kilometer, und sie erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 1.048 km/h bei einer Reisegeschwindigkeit von 882 km/h. Ihr maximales Startgewicht beträgt 2.722 kg. Ihre Dienstgipfelhöhe liegt bei 14.000 Metern (45.000 Fuß). Sie kann bis zu 270 kg Waffen in einem internen Waffenschacht und weitere 270 kg an zwei Unterflügel-Aufhängepunkten tragen. Sie hält Manövern mit mehr als 6 g stand.
Marco Gumbrecht, Leiter Key Accounts für Deutschland bei Airbus Defence and Space, kommentierte diese Drohnen wie folgt: „Durch die Kombination der Kratos Valkyrie mit unserem MARS-Missionssystem bieten wir dem deutschen Kunden genau das, was Deutschland und Europa in der aktuellen geopolitischen Lage dringend benötigen: ein bewährtes, unbemanntes Kampfflugzeug mit einem souveränen europäischen Missionssystem, das nicht zeitaufwändig und kostspielig von Grund auf neu entwickelt werden muss.“
Steve Fendley, Präsident der Abteilung für unbemannte Systeme bei Kratos, erklärte: „Durch die Integration des Airbus MARS-Missionssystems auf Basis der flugerprobten und in Produktion befindlichen Valkyrie entsteht mit der Airbus-Mission Valkyrie UCCA ein kostengünstiges Mehrzwecksystem, das eigenständig, in UAS-Teams oder in bemannt-unbemannten Kooperationen eingesetzt werden kann. Dank der technischen und produktionstechnischen Unterstützung von Airbus und Kratos realisieren wir ein optimales System, das als kostengünstige Massenlösung beschafft und eingesetzt werden kann – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil in den heutigen Planspielen.“
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Hauptbild: Airbus Defence. Fotos: Kratos Defense.
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